Flaschengarten selber machen

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Für den Flaschengarten braucht ihr:

    1 großes (Gurken-)Glas (oder größer) mit einer großen Öffnung und einem Deckel

    Kieselsteine

    großer Löffel

    Holzkohle

    Erde

    Sprühflasche gefüllt mit Wasser (gut wäre Regenwasser)

    Küchentücher

    Moos und andere nicht zu große Waldpflanzen, die in das Glas passen

    Steine und oder andere Dekoration

    Gabel oder anderes Werkzeug mit langem Stiel

 

Und so wird's gemacht:

1: Bevor ihr nach draußen geht, um Pflanzen zu sammeln, solltet ihr alle anderen Materialien besorgen und an einem Arbeitsplatz zusammentragen.

2: Sammelt nun die Pflanzen. Sucht nach Moos und anderen kleinen Pflanzen, die in das Glas passen. Wilde Pflanzen, die in einem Terrarium gut wachsen, finden sich meistens an schattigen, bewaldeten Orten mit feuchtem Boden. Sucht nach Moosen, kleinen Farnen und niedrigwüchsigen Bodendeckern wie Veilchen. Grabt nur da etwas aus, wo ihr es auch dürft.

Grabt die Pflanze mit den Wurzeln aus und versucht, so viel Erde wie möglich daran zu lassen. Verstaut die Pflanzen in einer kleinen Plastiktüte oder einer Dose und haltet die Wurzeln feucht und geschützt vor Sonnenlicht, bis ihr nach Hause kommt.

3: Bedeckt den Boden des Glases mit Kies. So entsteht eine Schicht, in der überschüssiges Wasser versickern kann.

4: Zerkleinere genug Holzkohle in ca. 0,5 cm große Stücke, um den Kiesboden zu bedecken. So vermeidest Du Schimmel. Darüber kommt eine Schicht Wald- oder Gartenerde.

5: Befeuchtet die Erde mit der Sprühflasche, bis sie feucht aber nicht durchgeweicht ist.

6: Benutzt eine Gabel oder ein anderes Werkzeug, um vorsichtig in der Erde im Glas zu graben und das Moos und die Pflanzen fest zu drücken. Danach könnt ihr andere Dekorationen hinzufügen.

7: Besprüht die Pflanzen leicht und achtet darauf, dass ihr die Erde um die Wurzeln herum feucht macht (ohne sie zu überfluten!). Wischt die Innenseite des Glases vorsichtig mit einem Küchentuch trocken. Schraubt den Deckel auf das Glas und stellt den Flaschengarten an einen hellen Ort, aber nicht direkt in die Sonne. Dein eigenes kleines Ökosystem entwickelt sich.

Beschlägt die Innenseite, dann nehmt den Deckel für etwa eine Stunde ab, damit das Wasser verdunsten kann (ein bisschen Wasser an der Innenseite ist aber normal). Wenn die Erde anfängt, zu trocken auszusehen, besprüht sie ein wenig mit Wasser

 

 

Was passiert im Glas?

Ein Terrarium im Glas ist das, was Wissenschaftler Ökosystem nennen. Genau wie auf unserem Planeten Erde arbeiten die Pflanzen, die Erde und das Wasser alle harmonisch zusammen, wodurch das System aufblühen kann. Die Pflanzen ziehen das Wasser durch ihre Wurzeln nach oben und geben es durch die Poren (das sind winzige Löcher) in ihre Blätter wieder ab. Dieser Vorgang nennt sich Transpiration oder auch Ausdünstung.

Das Wasser sammelt sich dann auf der Innenseite des Glases und fällt wieder zurück auf die Erde, wo die Pflanzen es mit ihren Wurzeln wieder aufsaugen können. Pflanzen besorgen sich ihre Nahrung auch über einen Prozess namens Photosynthese und geben dabei Sauerstoff ab. Der Sauerstoff wird von Bakterien in der Erde benutzt, die alte Pflanzenreste wie Blätter zersetzen und dabei Kohlendioxid ausstoßen. Die Pflanzen benutzen dann dieses Kohlendioxid wieder und so wiederholt sich der Kreislauf.